Lost Chronicles

Normale Version: Hund sucht Heim
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Der Tavernenwirt streckte sich noch einmal kräftig. Sein Stuhl quietschte protestierend unter dem Gewicht des wohlgenährten Inhabers, hielt jedoch wacker seine Stellung.
Routiniert rollte er ein Pergament auf dem runden Tisch aus, auf dem bereits einige Formalien vorgeschrieben standen. Der Tisch war zudem gedeckt mit verscheiden Speisen, Gläsern und Wein samt zugehörigem Besteck und Töpfe.
„Lassen sie den nächsten Kunden herein“
Aus einer dunklen Ecke des Raumes trat nun ein Bediensteter und deutete eine Verbeugung an.
„Sehr wohl“
Damit klopfte er dreimal an die Wand zu seiner Linken.
Wenige Sekunden später öffnete und schloss sich die Tür direkt vor dem Tisch, scheinbar ohne, dass jemand den Raum betreten hätte. Ein schleifendes Geräusch näherte sich jedoch.
Der Wirt richtete sich ein wenig auf und späte über die Tischkante.
Etwas, dass er nur als einen Hund identifizieren konnte, schleifte mit seinem Maul einen schweren Sack und einen Haufen Papiere hinter ihm her. Am Tisch angelangt ließ er sein Gepäck am Boden liegen und sprang auf den für den Kunden reservierten Stuhl. Sein Kopf reichte kaum über die Tischkante hinaus, sodas er sich strecken und mit seinem Vorderpfoten festhalten muste.
Der Wirt verzog keine Miene. Seine Kundschaft reichte von alten Omas, die Gesellschaft für eine Runde Tee suchten, bis hin zu allmächtigen Flaschengeistern, die ein wenig Unterhaltung brauchten.
Heute dann halt ein Hund, was solls.
„Bezahlung.“
„Ach so, genau.“
Natürlich konnte das Vieh sprechen.
Mit etwas Mühe zog der Hund den Sack, den er gerade üben den Boden geschliffen hatte zu sich hinauf und schmiss ihn auf den Tisch.
Der Wirt rümpfte kurz die Nase, denn ein unangenehmer Geruch rührte von diesem Sack her.
„Wo kommt das denn her?“
Der Hund runzelte etwas die Stirn, während er angestrengt nachdachte.
"Die meisten Münzen kommen aus Brunnen in die manche Leute ihr Geld schmeißen, andere habe ich aus Mülltonen gewühlt oder ..."
„...ja, ja schon gut“
Der Wirt nickte dem Bediensteten zu, der sich sogleich näherte, den Sack mit den Fingerspitzen packte und in eine Nebenraum verschwand.
„Name oder Pseudonym?“
„Manche nenne mich kleiner Wuscheln oder Flauschy andere eher dumme Töle oder Filzkneul“.
Der Wirt nickte zustimmend während er mit seiner Schreibfeder unter der Rubrik Name auf seinem Formblatt „sprechender Köter“ eintrug.
„Nun gut ähm ... Filzkneul... wie können wir ihnen helfen“.
Die dumme Töle sah nun von seinem Stuhl herab und levitierte mühelose den Stapel Papiere hinauf den er zusammen mit dem Sack in den Raum geschleift hatte.
Der Wirt hob seine Augenbraue und kritzelte weiter auf seinem Papier
...hat irgendwas Magisches. Zur Sicherheit an die Akademie vermitteln?"
Jetzt bei näherem Hinsehen stellten sie sich als Steckbriefe von mehr oder weniger bekannten Wesen der vier Welten heraus.
„Ich brauche dringend jemanen der mich adoptiert. Die letzten Jahrzehnte habe ich auf der Straße verbracht oder wurde von irgendwelchen Irren im Zirkus oder in Kampfarenen vorgeführt. Ich hab ständig Hunger, brauch ein warmes Bad und ich will mich mal wieder in Wolldecken kuscheln."
Der seltsame Hund verzog nun sein Gesicht, dass es dem eines eingeschnappten Kindes zum Verwechseln ähnlich sah.
"Ich hab mich durch diese Steckbriefe gewühlt, aber das sind sooo viele und die beschreiben soo viel.. ich kann mich nicht entscheiden.“"
Frustriert warf der Wuschel seine mitgebrachten Steckbriefe hinter sich. In der Luft auseinanderfleddernd regneten sie auf die beiden Geschäftspartner herunter.
„Ich bin mir sicher, wir werden ihnen helfen können. Haben sie irgendwelche Vorlieben an wen wir sie Vermitteln dürfen?“ Lässig wischte sich der Wirt einen der Steckbrief von der Schulter.
„Au ja!“
Aufgeregt sprang das Tier auf den Tisch, um nicht länger knapp über die Tischkante zu spähen und schmiss dabei den Teller und das Weinglas vor ihm um.
"Starke heldenhafte Krieger im Kampf gegen das Böse. Warlocks oder Drachenreiter oder so."
Die dumme Töle hatte sich mit seinen telekinetischen Kräften eine Suppenschüssel geschnappt, dessen Inhalt sich jetzt woanders im Raum befand, und hielt es wie ein Schild vor sich, während er mit ein Brotmesser auf einen unsichtbaren Gegner einstach und „zisch“- und "peng“- Geräusche von ich gab.
„Irgendwas das ganz dunkle böse Dinge bekämpft.“
„Ganz böse Dinge“ der Tavernenwirt kritzelte ungeniert auf seinem Pergament weiter.
...nicht an einen Schatten vermitteln.“
"Und reiche Adeligen, an deren Kaminen ich mich zusamenrollen kann"
„...mhh .. reich und adelig ...“
...größenwahnsinnig. Braucht dringend einen Hundetrainer.
"und mächtige Magier"
„... Magier sollen sie auch sein ...“
Schwieriger Kunde mit kurzer Aufmerksamkeitsspanne ... besser nur an eine Person gleichzeitig vermitteln.
Der Wirt wich nur einmal einem umfallenden Weinglas aus, um sein Pergament zu retten, schenkte dem Clown, der gerade effektiv seinen Tisch abräumte sonst wenig Beachtung.
„Und was bringen sie für Qualitäten mit?“
„Nun ich kann ähhh …..ähhm....also...“
Der Wirt machte einen Strich unter seine Aufzeichnungen.
„Wir melden uns.“
Also das Feenhündchen würde sehr gut zu dem Magierverband von Oma Dorothea und Atevora passen. Angeboten habe ich es noch nicht weil ich nicht so genau weiß wo und wie die Leutchen aufeinander treffen können.
Vielleicht vor der Gambit-Quest im Königswinter-Wald? Der hat ab und an Übergänge in die Feenwelt .. oder rings um Accipetris? Eventuell mit Atevoras Kiddis die den Wolf aufgabeln? Oder..