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Die verlorenen Chroniken

Willkommen Reisender! Wir sind ein High/Classic Fantasy-RPG - ja, das gibt es noch! Du kennst das Silmarillion auswendig? Die Forgotten Realms sind dir nicht fremd? D&D, PnP und LARP nicht nur komische Abkürzungen? Dann bist du hier ebenso richtig, wie wenn du einfach nur Lust auf Geschichten mit Elben, Zwergen, Feenvölkern, edlen Helden und finsteren Schurken hast, oder all das gar nicht kennst, aber es gern kennenlernen möchtest. Tritt ein in die vier elementaren Welten, werde ein Magier, Ritter, Drachenreiter, Abenteurer oder Vampirlord. Die Sternentore warten auf dich, nur einen Klick weit entfernt!
Über das LC

Genre: High/Classic Fantasy
Spielstil: Szenentrennung
Schreibstil: Romanstil
RPG-Länge: min. 2000 Zeichen
FSK: 16, Avatarpflicht: Ja

RL & Gemalte Avatare sind erlaubt
Scifi-Background, 4 bespielbare Welten
Die Möglichkeit, eigene Völker & Wesen
zu entwickeln & Vieles mehr!
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Zuständig für: Fragen der Gäste und User, Bewerbungen, Partnerschaftsanfragen, Plots

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Die Grundzüge der Akademiemagie
#1
Es waren vier begnadete Magier, welche eine Möglichkeit erkannten und entwickelten, mit jener Magier mit den unterschiedlichsten Begabungen ihr Wissen untereinander teilen und mehren konnten. Diese Magier begründeten die vier großen Häuser der Magie, von denen jedoch das vierte, das Haus Castori, nicht mehr existiert. Auch heute, gut 1000 Jahre später noch werden an den drei Häusern Achat, Diaspor und Opal genau diese Grundzüge der Magie mit ihren Techniken und Formen unterrichtet. 


Die 5 Techniken der Magie:

1) Creo: Ich erschaffe/verbesser
2) Intellego: Ich erkenne/verstehen.
3) Muto : Ich verändere/verforme.
4) Perdo: Ich zerstöre/verschlechtern.
5) Rego: Ich bewege/kontrolliere.


Die 10 Formen der Magie:
1) Herbam:  Wird für Pflanzen und Pilze und ihre Produkte verwendet - Baumwolle, Holz, Mehl usw.
2) Corpus: Diese Kunst befasst sich mit dem humanoiden Körper.
3) Mentem: Diese Kunst befasst sich mit dem vernunftbegabten Geist.
4) Animal: Diese Form wird für Tiere, deren Geist und tierische Produkte wie beispielswiese Leder verwendet.
5) Auram: Diese Form wird für alles verwendet, was mit der Luft zu tun hat, einschließlich Blitze.
6) Aquam: Diese Form wird für Wasser, oder andere Flüssigkeiten verwendet.
7) Ignem: Steht für Feuer und die grundlegenden Auswirkungen von Licht und Wärme.
8) Terram: Sie steht für Erde und Mineralien, oder jeden anderen nicht lebenden Feststoff.
9) Imaginem: Es befasst sich mit Turgbildern und Sinnestäuschungen.
10) Vim: Es ist in gewisser Weise das intuitive Verständnis für Magie und die Macht der Magie selbst. Diese Kunst hilft dabei Magie zu erkennen, besser zu nutzen und effizienter anzuwenden.
Vimzauber sind häufig dazu gedacht mit anderen Zaubern gesprochen zu werden um deren Effekte und Wirkung zu verändern und zu modifizieren. Mit Vim lässt sich Magie aufspüren, das Wesen eines magischen Gegenstandes, oder darauf liegenden Effektes erkennen, und diesen verändern, oder zerstören. Mit Vim ist es möglich Sprüche vor Ende deren Wirkungsdauer aufheben, oder Schutzkreise und Alarmzauber, sowie magische Gegenstände erschaffen. Das Parma, das magische Schutzschild der Akademiemagier, ist beispielsweise ein typischer Zauber dieser Form.


Das Anwenden von gelernter Magie:

Die oben genannten Elemente, Form und Technik werden  kombiniert, um einen bestimmten Effekt zu erzielen. 
Einige Beispiele: 
- "Rego Auram" könnte z.B. einen Windstoß verursachen. 
- "Rego Corpus" einen humanoiden Körper zB schweben lassen, zum fliegen bringen
- "Creo Aquam" damit wäre es möglich einen Schneeball zu erschaffen für sommerlichen Winterspaß  
- "Perdo Animal" könnte ein Tier verletzen, oder Leder brüchig werden lassen.
- "Intellego Mentem" wäre ein Spruch um Gedanken zu erkennen.


Die verschiedenen Arten zu zaubern:

1) Formulare Magie
Formulare Magie sind erforschte und einstudierte Zauber. Es können auch magische Formeln sein, die direkt von einer Schriftrolle, oder einem magischen Buch heraus rezitiert werden, wenn das magisches Verständnis des Magus dafür ausreicht.

2) Spontane Magie
Wenn ein Magus in einer Situation keine Formel zur Hand hat, und keine Zeit für ein Ritual besitzt, so kann ein Magier basierend auf seinem Wissenschatz auch spontan und intuitiv einen Zauber weben. Spontane Magie wird allerdings nicht grundlos die „schwächere Magie“ genannt. Sie ist meistens weniger präzise, wesentlich wankelmütiger, Schwächer und ihr Wirken ist auch kräftezehrender als formulare Magie.

3) Rituelle Magie
Rituale sind zumeist aufwendig, Kosten und Zeitintensiv. Mit gut geplanten Ritualen lassen sich jedoch auch komplizierte magische Effekte hervorrufen und mur mit ritualisierter Magie kann ein Zauber gewirkt werden, der etwas zum Ziel hat das sich außerhalb der Sichtweite des Magiers befindet. Auch für die meisten Zauber die eine permanente Wirkungsdauer besitzen sollen, sind Rituale nötig.


Vim und Vis:

- Vim ist eine magische Form, die Macht der Magie selbst. Mit der Form Vim lässt sich erkennen ob jemand Magiebegabt ist und ob eine Person die Magie der Akademie zu erlernen befähigt ist. Mit der magischen Kunst Vim lässt sich magische Essenz, sogenanntes Vis finden und entziehen.
-  Vis ist überall dort wo das Übernatürliche zu finden ist. Es findet sich in magischen und magiebegabten Wesen, Pflanzen, oder an bestimmten Ort. Teile von Wesen mit magischer Essenz werden als Zutat für diverse Tränke und ähnlichem verwendet. Ein wunderbares und treffendes Bild ist eine Hexe vor ihrem riesigen Kupferkessel, die verschiedene Zutaten zusammenwirft und damit ihre magischen Tränklein kredenzt. Diese nutzt die Magie die in den Adern der Wesen zu finden ist und von den Magiern der Akademie als Vis bezeichnet wird. Dieses Vis kann in bestimmten Fällen von Kundigen auch mit der Macht der Magie in seiner Rohform extrahiert werden. Vis ist somit die Bezeichnung für die rohe magische Essenz.
- Mit Vis lassen sich magische Gegenstände erschaffen.
- Sie kann einem Magier dabei helfen komplexe Zauber zu weben und vieles mehr.
Vis ist ein heiß begehrter „Rohstoff“ und manchen Magiern weit wichtiger als Gold.
Eine Vertiefung des Themas findet sich im Vortrag von Erzmagus Kunibert von Knilchenstein: Vis, Foki und Magische Zutaten


Das Parma:

Mittels eines kleinen Rituals kann ein Magier sich mit einem magischen Schutzschild umgeben, welches Magie abblockt, abschwächt oder ablenkt. Der Schutzschild hält jeweils von Dämmerung bis zur Dämmerung, muss also Morgens und Abends neu gewoben werden. Ein Parma hilft nur gegen magische Effekte und magisch erschaffenes, wie zB einen magisch hervorgerufenen Feuerball. Dieser würde durch ein Parma abgeschwächt, abgelenkt, oder er würde sogar völlig verpuffen, während sich ein Magier an einer normalen Kerzenflamme trotz aktiven Parmas verbrennen würde.
Ein Parma verschwindet nicht automatisch wenn ein Magier sich nach der Dämmerung zur Nachtruhe begibt, aber sehrwohl wenn er durch Überforderung, Verletzung und akuter Erschöpfung ohnmächtig wird.


Die Grenzen der Magie:

- Bisher ist es keinem Magier gelungen die Vergangenheit, Zukunft und den Fluss der Zeit beeinflussen. 
- Es gelang auch noch keinem Magier der Luftwelt eine unsterbliche Seele zu beeinflussen oder zu erschaffen
- Verstorbene als wahrhaft lebendig ins Leben zurück zu holen gelang ebenfalls noch keinem.
- Eine Möglichkeit das Altern umzukehren wurde ebenfalls noch nicht gefunden.
#2
Lebensverlängernde Tränke:

Magier besitzen die Möglichkeit ihr Leben mittels magischer Tränke zu verlängern. Die Zutaten sind verschiedene und oft sehr individuell gestaltet. Es ist beispielsweise bekannt, dass ein sehr begabter Magier in Dingen Corpusmagie eine etwas andere Mischung erwägen sollte als einer dessen besondere Begabung in der Luftmagie liegt. Die Wirkungsweise kann also je nach eingenommenen Trank etwas variieren. Die Zutaten der Tränke, so unterschiedlich sie sein können, haben wie ein nicht niedergeschriebenes Naturgesetz eines gemeinsam: Um so wirksamer und potenter sie sind, um so schwieriger, seltener und teurer sind sie in ihrer Beschaffung.

Die Wirkung hält nicht ewig vor, sondern es muss gelegentlich ein neuer Trank eingenommen werden. Zwischen den Phasen in denen die Wirkung eines Trankes nachlässt bis zur Einnahme eines neuen Trankes setzt der Alterungsprozess wieder ein und so wird der Magier trotz Tränke immer wieder ein klein wenig altern.

Nebenwirkungen: Magier die einen lebensverlängernden Trank eingenommen haben, vermögen keine Kinder mehr zu zeugen. Die Magier sprechen davon, dass sie die Essenz ihres Lebens an sich gebunden halten und sie deshalb die Fähigkeit verlieren Kinder zu Zeugen. Auch wenn die Wirksamkeit eines Trankes irgendwann nachlässt und die Erwägung im Raum steht lieber öfter und mehr Tränke einzunehmen, ist eine Überdosierung nicht zu empfehlen. Sie führt zu Nebenwirkungen, wie etwa dem verstärktem Risiko einer Berührungen mit dem Limbus oder dem unter Magiern so genannten Zwielicht der Magier. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass das Leben eines Magiers trotz Tränke nicht in alle Ewigkeit verlängert werden kann, sondern doch eine gewisse Endlichkeit besitzt. Denn auch wenn ein Magier immer den perfekten Zeitpunkt wählt um den Trank einzunehmen, so wird er doch zunehmend einen Sog ins Zwielicht verspüren. Irgendwann ist es der letzte Zauber oder der letzte Trank und er wird der Welt entrücken und im Zwielicht aufgehen. Der älteste bekannte Magier wurde etwas über 300 Jahre alt, ehe er mit einem kleinen magischen Wink um eine Kerze zu löschen wie Dunst zerfaserte und verging.


Das Zwielicht:

Spricht ein Magier aus Aeria vom Zwielicht so meint er zumeist etwas, das Andere unter einem ganz anderen Begriff kennen. Womöglich als Limbus, Nirvana, Astralebene, Scheol, Limbus, Äther, vergessene Lande, es gibt hier vielerlei Begriffe die vermuten lassen, dass es mehr ist als nur reiner Glaube. Sprechen die Magier von Aeria vom Zwielicht, so meinen sie meist eine unverständliche Ebene des verschollenen Wissens und vergangenen Lebens, die deren Vorstellung gemäß wie ein hauchdünner Schleier diese Welt von jener unnatürlichen und lebensfeindlichen Leere der Schatten trennt.

Überdies bezeichnen die Magier von Aeria die übrigen Menschen gerne mal ganz lapidar als Sterbliche. Nicht, weil sie selbst nicht sterben könnten, und dennoch kommt diese Eigenheit nicht von ungefähr. Oft liegt das Ende eines Magiers nämlich nicht rottend unter der Erde. Es kommt vor, dass Magier zerfasern wie Rauch sodass nichts mehr von ihnen zurück bleibt. In diesem Fall sprechen die aerianischen Magier davon, dass die Person im Zwielicht aufgegangen ist, dort wo sich alle Erinnerungen, Taten und Werke wie ein Nachhall sammeln und erhalten bleiben.
Das Zwielicht der Magier ist für diese sehr präsent. Ein missglücktes Ritual, eine zu große Anstrengung, ein zu mächtiger, sprich zu sehr mit Vis verstärkter Zauber, bloße grandiose Stümperhaftigkeit, oder ein mit Tränken zu häufig verlängertes Leben, und das Risiko ist groß, dass es den Magiewirker in Teilen oder gar ganz ins Zwielicht zerrt. Dies kann eine große Bandbreite an Auswirkungen und Veränderungen für den Magier nach sich ziehen. Es gibt belegte Ereignisse in denen Magier die Fähigkeit die einfachsten Zauber zu wirken nach einem starken Entrücken ins Zwielicht verloren und einfach nichts mehr zu Wege brachten. Bei anderen kehrte der Verstand nicht zurück, sie existieren nur noch wie eine Hülle die atmet aber keine Reaktion mehr auf das Umfeld zeigten. Selten kehren sie nach Wochen zurück, doch meist bleibt der Geist verloren. In sehr seltenen Fällen besitzen manche Magier nach einer Begegnung mit dem Zwielicht aber auch ein besseres Verständnis für ihre Fähigkeiten, eine veränderte Wahrnehmung der Begebenheiten und nehmen Wissen und Erfahrung mit. Nicht selten hat dieser positive Effekt jedoch einen ebenso hohen Preis. Ein Magier der sich in ein Tier verwandeln kann und dies nun mit einer Unbeschwertheit wie es Gestaltenwandlern zu Eigen ist, behielt deutlich tierhafte Züge in der Form von wolfartigen Tatzen, jemand der Blitze beschwor erhielt üble Entstellungen die keine Magie heilen und wieder rückbilden vermocht hätte und andere sind danach äußerst wunderlich, man möchte unter der Hand meinen: Verrückt. Alte Magier lösen sich irgendwann mitunter sogar völlig auf und zerfasern wie Rauch. In diesem Fall spricht man davon, dass er ins Zwielicht übergegangen ist.

So nehmt euch in Acht ihr Novizen und Magiewirker aller Häuser, seid sorgfältig und wägt stets ab und überschätzt euch nicht, selbst wenn es verlockend sein mag einem Zauber unter Einsatz von Vis und diversen Reagenzien besonders viel Kraft zu verleihen. Und manches Mahl lohnt es sich durchaus die Last eines Rituals mit einem einem Mitmagier zu bestreiten um sie unter mehreren Aufzuteilen.
#3
Magietheorie mit Erzmagus Kunibert von Knilchenstein

Geschätzte Novizen, Kollegen und Freunde der Taumaturgietheorie. Heute behanden wir ein äußerst spannende Thema - he, dort in der hinteren Reihe, gähnt bitte gefälligst hinter vorgehaltener Hand! Also wo waren wir? Genau, heute werden wir uns mit magischer Theorie befassen, mit magischen Zutaten, Foki, und Vis, was diese seltsamen Begriffe bedeuten, wofür man diese kurios klingenden Dinge gebrauchen kann, und wo man sie findet.

Vis, Foki und magische Zutaten.
Magie, sie ist allgegenwärtig und liegt in allen Dingen. Meist feinstofflich, unsichtbar wie Luft, vorhanden aber nicht greifbar, und doch geht sie vielseitige Verbindungen ein. Magie kann sich vielseitig ausbilden und mit dem richtigen Anstoß verdichtet und in eine tansportable Form gebracht werden. Letzeres, das Extrahieren magischer Essenz, dem sogenannten Vis, ist eine Fähigkeit welche die Magier in Aeria erlernen. Vis ist eine wichtige Ressource für Magier, denn mit ihr ist es möglich Zaubereffekte zu verlängern und zu verstärken. Insbesondere wird es benötig um etwas herbei gezaubertes oder mit Magie erschaffenes permanent zu machen. Ansonst wird jeder Zaubereffekt irgend wann einmal enden. Ein erschaffenes Stück Schnur löst sich wieder auf, oder auch eine mit Magie geschlossene Wunde öffnet sich wieder.

Es ist unter den Magiern bekannt, dass sich Vis an manchen Orten in den Welten besonders sammelt. Es gibt Knotenpunkte und Quellen der Magie, wo sie verdichtet ist oder hervorsprudelt, sodass sie dem kundigen Blick fast greifbar scheint. Nicht selten sind diese Orte dem Übergang zur Feenwelt nahe oder die Heimat solcher mystischer Wesen. Vis findet sich auch verstärkt in magischen Pflanzen und Körpern magischer Wesenheiten. Sie sind förmlich damit durchdrungen. Wie kleine, hilfreiche Bausteine ordnet, strukturiert und sortiert es sich im Körper auf eine spezielle Weise und sammelt sich in bestimmten Bereichen. Die gelehrten Magierköpfe sind sich dabei noch immer uneins, ob die Substanz bei magischen Wesen nur neigt sich anzusammeln, oder ob es das Vis selbst ist, welches ihnen die Fähigkeit verleiht ihre Zauber zu wirken. Ein Konsens besteht darin, dass es auf jeden Fall die Möglichkeit magische Effekte zu erzeugen vereinfacht. So kann eine Donnerkröte einen Blitz erzeugen, oder ein Fluuf Sturmwinde. Davon kann auch ein Magiewirker profitieren, indem er das Fell eines Fluufs als eine Art Fokus nutzt. Foci sind wie eine Leitung die hilft Magie in Form zu bringen um einen sicheren Effekt zu weben. Wie das Fell von Fluufs bei Luftzaubern helfen kann, so nützt die Galle eines Feuerschwanzes um Feuerzauber effektiver zu machen und ähnliches. Während des Zauberwirkens wird der benutzte Focus meistens zerstört.

Vis ist in reiner Form zu finden an magischen Orten: Feentore, Hexenringe, von Natur- oder Elementargeistern bewohnen Gebieten. Außerdem ist es auch von diesen Wesenheiten selbst zu gewinnen, sowie aus Teilen magisch begabter Tiere, Pflanzen und Menschen: Herzen, Lebern, Federn, Fell, Schuppen, Blütenkelche, etc. Es wird genutzt um Zauber permament zu machen. Foki dagegen sind bestimmte Ingredienzien, die bei der Kontrolle und Konzentration auf einen Zauber hilfreich sind. Ein Fokus (Stück Fluuf-Fell, Feuerschwanzgalle, etc) ist in der Regel nur einmal verwendbar und zerfällt nach der Anwendung.


Die Gewinnung von Vis:
Es ist möglich, die Magie aus dem Bereich eines Tieres oder der Pflanze herauszuziehen und abzuernten um es in reines Vis umzuwandeln. Manche Magier des Hauses Opal behaupten, es wäre keine Reinform sondern nur entrissen und künstlich in eine transportierbare Struktur gebracht, ähnlich wie ausreichende Kälte Wasserdampf zu flüssigem Nass und schließlich zu Eis werden lässt. Sicher ist, der Vorgang erfordert Übung, Zeit und Konzentration. Um so älter und geübter ein Magier ist, um so besser wird ihm der Vorgang gelingen, auch wenn es Einschränkungen und Grenzen unterliegt. Wesen beim lebendigen Leibe auf bestialische Weise das Vis zu entziehen ist nicht nur ein unglaublicher Kraftakt und nahezu ein Ding der Unmöglichkeit sondern laut Regulativ untersagt, da das Wesen unter qualvollem Leid zumeist getötet wird.

Das Entziehen von Vis aus lebendigen Wesen geht immer mit dem qualvollen Tod des Wesens (oder Menschen) einher und ist verboten! Bei Elementaren und Naturgeistern wird es weniger eng gesehen, die sind aber auch meist veritable Gegner und werden kaum freiwillig spenden. Am einfachsten und vollkommen legal gewinnt man Vis von Pflanzen oder magischen Orten.

Extrahiertes Vis besitzt eine Form die zwischen kristallines und flüssiges oder rauchförmiges Licht wechselt, und äußerst flüchtig ist, wenn es für den späteren Gebrauch nicht passend verwahrt wird. Eine passendes Mittel zur Verwahrung kann ein beliebiges magisch aufbereitetes, Behältnis sein das verschließbar sein sollte, oder ein spezieller Ätherkristall. Den Zauber um ein Behältnis aufzubereiten erlernt ein Magier schon im Laufe seiner Grundausbildung. Beliebter ist natürlich der Ätherkristall, der einige Vorteile gegenüber einem gewöhnlichen, recht notdürftig zur Hand genommenen Transportbehältnis besitzt.

Zur Not kann Vis auch in einer leeren Flasche transportiert werden, die man zuvor mit einem Zauber präpariert, damit es nicht wieder entweicht. Diese Behältnisse sind jedoch zerbrechlich und sperrig. Stabiler sowie leichter zu transportieren ist ein sogenannter Ätherkristall, der von Magiern aus Edelsteinstaub hergestellt werden kann. Achtung: Zur Herstellung von Ätherkristallen ist Vis erforderlich!


Vis und sein gerechtfertiger Aufwand:
Weshalb wird der Aufwand mit Vis betrieben, wenn doch auch ein Teil einer Pflanze oder eines Tieres direkt für Zauber genutzt werden kann. Insbesondere da es zum Beispiel auch mehr als eine Galle eines Feuerschwanzes benötigt um genügend Vis zu extrahieren um den selben Effekt zu erzielen der möglich wäre wenn sofort die Galle genutzt würde? Die Antwort ist einfach. Vis ist vielseitiger einsetzbar und leichter zu transportieren. Seien wir ehrlich, wer hat schon gerne Gläserweise in Spiritus eingelegte Tiergalle in der Tasche? Insbesondere wenn er stattdessen ein gut verschlossenes Medaillon, oder einen Ätherkristall mit einem Herzen voll Vis bei sich tragen kann. Ganz besonders da er die Substanz dann nicht nur für einen Feuerzauber verwenden kann, sondern auch um etwa eine üble Schnittwunde eines Freundes dauerhaft zu heilen? Denn eines steht in jedem Fall fest: Um etwas dauerhafte Form zu verleihen benötigt der Magier Vis, und davon sind natürlich insbesondere alle Arten von Heilzaubern betroffen. Was nützt schließlich eine Heilung wenn sich die gewobene Magie zu früh verflüchtigt und die Wunde somit wieder aufreißt?

Man kann Vis auch direkt einer Quelle entziehen und sofort nutzen. Transportiert werden kann es aber nur in extrahierter und gebundener Form.

Vis ist also eine begehrte Ressource für Zauber mit welcher ein gewisser Tauschhandel betrieben wird. So kann ein Magier Vis von einem Kollegen gegen Geld oder im Tausch von (Zauber-) Gefälligkeiten erstehen. Viele beschaffen sich ihr Vis jedoch einfach selbst, indem sie zu magischen Quellen reisen, und diese abernten, oder es aus magischen Wesen/Tieren und Pflanzen herausholen. Es ist beschwerlich, und nicht unbedenklich, denn nicht nur der Weg zu den Orten ist voller Tücken. Sehr häufig gilt es gefährlichen und wehrhaften Bestien gegenüber zu treten. Eine Aufgabe, der sich auch manch Söldner verschieben hat, der anstatt der Magier auf die Jagd geht um die Tiere für sie zu erlegen, oder sie auf ihren Missionen zumindest unterstützend begleitet, denn einiges muss frisch entzogen werden da sich die Magie verflüchtigen würde, und magische Orte lassen sich auch sehr schwer umsetzen und transportieren. Erwähnt sei an dieser Stelle: Manch sprudelnde Quelle der Magie, kann ein weit weniger großer Segen für den übermütigen Magier sein als dieser zuerst annahm. Wer weiß womöglich ist der wundervolle vor Magie sprudelnde See die Wohnstatt einer Nymphe? Wie begeistert diese wohl sein mag wenn ein Zauberkundiger beginnt die Magie ihrer Heimat abzuschöpfen? Und wie sie womöglich reagieren könnte, davon möchten wir lieber nicht sprechen...

Vis muss nicht zwingend selbst geerntet, sondern kann auch käuflich oder gegen Gefallen von anderen Magiern erstanden werden.


Magie im Körper, Blutmagie:
Manch gewiefte Magiestudent gerät nun an einem Punkt wo sich ihm eine sehr nahe liegende Frage stellt: Vis befindet sich verstärkt in Wesen die Magie wirken können, also besitzt auch der Magier selbst in sich Vis. Warum verwendet er nicht sein natürliches Vis um damit zu Zaubern?
Nun, dazu muss etwas weiter ausgeholt werden.

Magier sind immer bestrebt ein gewisses Maß an innerem Gleichgewicht anzustreben. Ein wilder Magier besitz dieses gemäß gängiger Erkenntnisse aerianischer Magier nicht. Die Magie in ihm ist chaotisch, wirr, die Strukturen ungeordnet, das Vis in seinen Adern wechselhaft. So kann es zu verstärktem Magiestrom und Ausbrüchen kommen, bei dem das Vis in seinen Adern mitgerissen und verbraucht wird, weshalb ungeübt gewirkte Magie oft besonders unberechenbare Auswirkungen nehmen kann. Ein junger Magier lernt mittels Meditation und Zauberübungen zuerst ein gewisses inneres Gleichgewicht zu erschaffen. Das Wirken von Zaubern, also die Magie um sich herum zu verdichten durch seine Adern hindurch strömen zu lassen und in eine Form zu weben die entlassen und gebildet wird, ist eine Kraftanstrengung für den Körper. Es reißt auch vermutlich tatsächlich einen geringen Teil des Vis in dem Körper mit sich und bringt ihn in ein Ungleichgewicht, was bei zu übermütigen Magiewirkern die sich überschätzen oder überanstrengen zu Begegnung mit dem Zwielicht, zusammenbrechen und ähnlichen führen kann.

Die meisten Magier beherrschen die gezielte Gabe das Vis direkt und willentlich aus ihrem Körper zu benutzen nicht.
Bekannter oder öfter praktiziert ist es noch über Umwege indem sie teile ihres Körpers verletzen und das heraussprudelnde Blut nutzen – wobei sie dann wieder gesondert Vis zum heilen ihrer zugefügten Wunde benötigen. Es gibt Belege, dass es einige übertrieben, zu viel Blut verloren oder an den Folgen ihrer Wunde starben. Es ist eine wirklich seltene und eher in Notfällen angewandte Praktik. Einige Magier vermögen aber tatsächlich das Vis aus ihrem Körper bewusst heraus zu holen und zu verwenden. Die Magier Aerias sind sich hier in einem Punkt einig: Es ist alles andere gesund. Es ist theoretisch auch möglich an geeigneten Orten die Magie, also das Vis, im eigenen Körper künstlich zu erhöhen und für eine gewisse Zeit zu speichern. Gezieltes künstliches Erhöhen ist jedoch eine starke Belastung für den Körper. Kennt ihr es wenn ihr übermäßig viel Coffea getrunken habt und das Herz klopft und ihr wie eine gereizte Katze an die nächste Decke springen möchtet? Nun, nehmt dieses Bild und verinnerlicht es, denn es kommt dem Ganzen durchaus nahe. Die Möglichkeit Vis derart zu erhöhen ist zeitlich begrenzt, es senkt sich wieder ab, doch in der Zeit der Erhöhung ist die Aura eines Magiers verstärkt. Diese Aura strahlt er aus ähnlich einem unbehagliches Kristern. Aufzeichnungen geben wieder dass ein öfter durchgeführtes künstliches Erhöhen und zum Zaubern gezieltes Verbrauchen und die damit verbundenen Strapazen für einen Verschleiß des Körpers und zu einem beschleunigten Alterungsprozess führen, dem mit Tränken nicht her zu kommen ist. Das eigenen Vis einfach zu nutzen ohne sich vorher künstlich noch "vollzusaugen wie ein Schwamm" ist hier noch am harmlosesten, doch auch hier sind Aussagen von unangenehmen Nebenwirkung belegt. Beispielsweise, dass die Fähigkeit Magie zu wirken danach für lange Zeit sehr stark beeinträchtigt oder zumeist für Wochen sogar völlig einbüßt wurde, bis der Körper mittels gezielter Meditationstechniken sein Gleichgewicht wieder gefunden hat. Es ist also davon abzuraten Vis auf diese Weise zu nutzen, selbst wenn ein Magier die gezielte Begabung besitzt sein gesamtes Vis in einem Körper in einen Zauber zu legen.

Blutmagie ist ebenfalls eine Form des Vis-Entzugs. Man kann hierzu auf das eigene Blut zurückgreifen, sollte jedoch beachten dass man dabei sozusagen mit seiner Lebenskraft zaubert. Die Folgen können neben dem Tod auch teilweiser Verlust der eigenen Fähigkeit Magie zu wirken sein.



Ätherkristalle:

Was sind Ätherkristalle und was ist deren Vorteil gegenüber einem normalen Behältnis?
Eine ausgezeichnete Frage. Ätherkristalle besitzen eine spezielle Struktur, die Vis in sich aufnehmen und binden, aber auch wieder freigeben kann, sobald ein Magier nur kurz gedanklich darauf zugreift. Während bei normalen Gefäßen dieses oft geöffnet, das Vis mit zusätzlichen Magiebewebungen herausgelöst oder sogar herausgeschüttet werden muss, um es schließlich in den Zauber einzuweben, entfällt dieser Vorgang bei einem Ätherkristall. Kein Wunder also, dass sich dieses Kinkerlitzchen unter den Magiern Aeris unglaublicher Beliebtheit erfreut.

Das in Ätherkristallen gebundene Vis steht sofort zur Verfügung, im Gegensatz zu Vis welches anders transportiert wird.




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